Auszeitklasse

Leitfaden Auszeitklasse

Die Auszeitklasse ist als vorübergehende Maßnahme für Schülerinnen und Schüler gedacht, die große Schwierigkeiten haben, sich im Schulalltag zurecht zu finden, bei denen sehr häufig Regelverstöße zu beobachten sind, deren Leistungen in der Folge unterdurchschnittlich sind und bei denen andere pädagogische und Ordnungsmaßnahmen ohne Erfolg geblieben sind.

Durch die „Auszeit“ sollen diese Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit erhalten, zur Ruhe zu kommen, sich wieder auf unterrichtliche Inhalte zu konzentrieren und zu lernen, Arbeitstechniken anzuwenden und sich an notwendige Regeln und Strukturen des Miteinanders zu halten.

Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler der Auszeitklasse so bald wie möglich wieder in den Regelunterricht zu integrieren.



Was ist zu tun, wenn die Auszeitklasse als sinnvolle Maßnahme in Frage käme?

Schritt 1: Dokumentation
Bisherige Maßnahmen müssen dokumentiert werden (Akte). Dazu gehören:
-Lernplan
-Gespräche mit der Schulsozialpädagogin
-Ärztliche Behandlungen
-Psychologische Behandlungen
-Kontakt zum Jugendamt
-Disziplinarische Maßnahmen
-Ordnungsmaßnahmen
Schritt 2: Kontaktaufnahme
Ansprechpartner für die Auszeitklasse sind:
-Britta Kasch
-Kathrin Jensen
-Volker Reinhardt

Mit einem der Ansprechpartner werden Informationen ausgetauscht.
Schritt 3: Hospitation
-1-2 Hospitationen im Unterricht
-Ziel: Einschätzung des Schülers/der Schülerin
-Beantwortung der Frage: Ist die Auszeitklasse eine geeignete Maßnahme?
Schritt 4: Beratung
-Austausch von Informationen
-Rückmeldung von Beobachtungen
-Evtl. Terminfestlegung für Start in der Auszeitklasse.

Dabei ist zu beachten:
-Aufnahme immer zum neuen Schuljahr oder zu Beginn des zweiten Halbjahres
-die Zeugniskonferenz empfiehlt die Aufnahme in die Auszeitklasse
-auf der Zeugniskonferenz wird das Vorgehen mit allen Fachlehrkräften besprochen (s. unten – Schritt 6)
Schritt 5: Antrag der Eltern
-zeitnahe Information der Eltern
-Eltern stellen einen formlosen Antrag zur Zeugniskonferenz
-Ohne diesen Antrag (Einverständnis der Eltern) kann eine Aufnahme nicht erfolgen
Schritt 6: Begleitung durch die Lehrkräfte der Regelklasse
-Klassenlehrkraft informiert die Auszeitklassenlehrkräfte über den besonderen Förderbedarf des Schülers/der Schülerin
-Regelmäßige Information der Auszeitlehrkräfte über die Unterrichtsinhalte (vor allem in Deutsch, Mathematik und Englisch)
-In regelmäßigen Abständen Informationsaustausch zwischen Auszeitklasse und Regelklasse über den Entwicklungsstand
-Hospitationen nach Absprache
Schritt 7: Wiedereingliederung
-individuelle Entscheidung
-schrittweise Wiedereingliederung in einzelnen Fächern möglich
-Wiedereingliederung jeder Zeit möglich, wenn es sinnvoll erscheint

Die Auszeitklasse kann längstens bis zum Ende des 7. Schuljahres in Anspruch genommen werden, damit eine ausreichende Vorbereitung auf den ESA ab dem 8. Schuljahr erfolgen kann.

Eine Wiedereingliederung muss entsprechend rechtzeitig angebahnt werden.